Strategische Vorüberlegungen

Nachfolgeplanung für Unternehmen

 Ein Unternehmen weiterzugeben ist meistens ein langer und sehr komplexer Prozess. Es geht darum seine eigenen Vorstellungen mit den Werten des Unternehmens zu verbinden, sowie Arbeitsplätze, das Know-How und das langfristige Bestehen des Unternehmens zu sichern.


Derzeit werden in Deutschland jährlich rund 27.000 „übergabewürdige“ Unternehmen mit ca. 400.000 Beschäftigten übertragen. Nach einer Studie der lfm in Bonn davon 54% an Familienmitglieder, 17 % an Mitarbeiter und 29 % an Dritte. Über die Hälfte der Unternehmer sind nicht rechtzeitig auf die Übergabe vorbereitet und werden dann vor weitreichende ungeplante Konsequenzen gestellt.


Im Sinne einer nachhaltigen Unternehmenszukunft ist die rechtzeitige Nachfolgeregelung elementarer Bestandteil des unternehmerischen Handelns. Dabei sind nicht nur steuerliche und rechtliche Themen zu beachten. Vielmehr ist eine langfristige Planung zu erstellen, die auch die persönliche Lebensplanung und familiäre Aspekte berücksichtigt. Daneben spielen Aspekte wie die Altersversorgung des Unternehmers und die Notfallplanung bei Krankheit, Unfall oder Tod eine maßgebliche Rolle.


Bei erfolgreichen Unternehmern steht sehr oft nicht so sehr die Gewinnmaximierung, sondern ein „unternehmerisches Lebenswerk“ im Zentrum des Handelns. Wesentlich in der Entscheidung über die Nachfolge ist die Vermittlung dessen an künftige Entscheidungsträger. Das Ideal vieler Familienunternehmer ist noch immer die „monarchische“ Nachfolge vom Vater auf den Sohn. Doch die Praxis sieht anders aus. Familiären Gerechtigkeitsthemen, fachlicher und empathischer Kompetenz und Qualifikation der Kinder und anderen familiäre Konfliktherden steht die Sorge des Unternehmers vor Zersplitterung seines Unternehmens, Sorge um den Erhalt von Arbeitsplätzen und die Wahrung seines „unternehmerischen Erfolges“ gegenüber. 


Drei wesentliche Sachverhalte sollte ein Unternehmer frühzeitig anfangen zu klären, um eine geordnete und für alle Parteien erfolgreiche Nachfolgeregelung zu erreichen:

  1. Klarheit über die generellen Optionen
  2. Steigerung des Unternehmenswertes vor der Übergabe
  3. Steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten

 

  1. Ad 1: Vermeintlich ein einfaches Spektrum. Soll in der Nachfolge zunächst nur die Managementfrage geklärt werden, oder direkt auch die Gesellschafterfrage? Ein überschaubares Set Optionen, aber vielfältige persönliche Konsequenzen, bei denen sich alle Beteiligten gut fühlen müssen.
  2. Ad 2: Egal ob das Unternehmen verkauft, verschenkt, oder vererbt werden soll. Am besten für alle Beteiligten ist es, wenn der Unternehmenswert vor der Übergabe maximiert wird. Dadurch wird der Kaufpreis gesteigert und/ oder die Nachfolger erhalten ein wettbewerbsfähig aufgestelltes Unternehmen und können sich auf die Gestaltung der Zukunft konzentrieren.
  3. Ad 3: Es gibt sehr viele Möglichkeiten der Anteilsübertragung von Unternehmen, ganz besonders bei der Unternehmensnachfolge in Familiengesellschaften. Neben allen rechtlichen und steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten ist vor allem immer eines zu bedenken: der Mensch. Psychologische Komponenten gilt im Verlauf des gesamten Übergabeprozesses zu bedenken, sonst scheitern die besten Gestaltungen.

Das Magische Quadrat der Unternehmensnachfolge

Das Magische Quadrat der Unternehmensnachfolge

Bei erfolgreichen Unternehmern steht sehr oft nicht so sehr die Gewinnmaximierung sondern ein „unternehmerischer Traum“ im Zentrum des Handelns. Wesentlich in der Entscheidung über die Nachfolge ist die Vermittlung dessen an künftige Entscheidungsträger. Das Ideal vieler Familienunternehmer ist noch immer die „monarchische“ Nachfolge vom Vater auf den Sohn. Doch die Praxis sieht anders aus. Familiären Gerechtigkeitsthemen, fachlicher und empathischer Kompetenz und Qualifikation der Kinder und anderen familiäre Konfliktherden steht die Sorge des Unternehmers vor Zersplitterung seines Unternehmens, Sorge um den Erhalt von Arbeitsplätzen und die Wahrung seines „unternehmerischen Erfolges“ gegenüber.


Expertentipp:

Es gibt sehr viele Möglichkeiten der Anteilsübertragung von Unternehmen, ganz besonders bei der Unternehmensnachfolge in Familiengesellschaften. Neben allen rechtlichen und steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten ist vor allem immer eines zu bedenken: der Mensch, auf Seiten des Übergebers, auf Seiten des Übernehmers sowie auch übergangenen oder benachteiligten Dritten. Diese psychologischen Komponenten gilt es in allen Konsequenzen im Verlauf des gesamten Übergabeprozesses zu bedenken, sonst scheitern die besten Gestaltungen.